Infektionen der Scheide:
Durch die Hormonumstellungen in der Schwangerschaft kann es häufig zu Infektionen kommen, die unter Umständen auch in Richtung Gebärmutter aufsteigen können.
Dies wiederum ist gefährlich für das Ungeborene, da Infektionen und Entzündungen oft für frühzeitige Wehen und teils auch für Frühgeburten verantwortlich gemacht werden.
Eine Infektion kann Frau selbst feststellen, indem sie mit einem speziellen Handschuh
den ph-Wert in der Scheide selbst bestimmt, wobei der ph-Wert einen optimalen Wert von 4 – 4,5 hat.
Weicht der ph-Wert allerdings stark von dem empfohlenen Wert ab, sollte der Frauenarzt konsultiert werden, da ( falls eine Infektion vorliegt ) diese auf jeden Fall behandelt werden muss!
Schwangerschaftsdiabetes:
Zwischen 10 und 14 Prozent aller Schwangeren entwickeln in der Schwangerschaft einen sogenannten Schwangerschaftsdiabetes.
Ein zu hoher Zuckergehalt im Urin kann auf einen Diabetes hinweisen, der aber meist durch eine Ernährungsumstellung ( bitte nicht eigenständig eine Diät machen, sondern die Umstellung der Ernährung mit dem Frauenarzt besprechen!!!) gut behandelt werden kann.
In selteneren Fällen ist das Spritzen von Insulin notwendig.
Ist der Zuckergehalt im Urin zu hoch, wird meist noch ein sogenannter Glukose-Toleranztest gemacht, bei dem eine sehr süße Flüssigkeit getrunken werden muss ( Tipp: Trinken Sie die Flüssigkeit recht kalt, dann schmeckt man die Süße nicht so ). Anschließend wird nach einer bestimmten Zeit der Zucker im Blut gemessen und so die weitere Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes bestimmt.
Leider werden die Kosten für den Glukose-Toleranztest nicht mehr von den Krankenkassen übernommen. Fragen Sie Ihren Arzt nach den Kosten!
Das Neugeborene einer Mutter mit (Schwangerschafts-)Diabetes wiegt meist mehr, als ein Neugeborenes, dessen Mutter kein Diabetes hatte. Doch trotz des hohen Gewichts kann das Baby unterversorgt sein.
Die Häufigkeit von Fehlbildungen beim Ungeborenen sind bei einem unbehandelten Schwangerschaftsdiabetes nicht selten!
Tipp: Teststreifen zur Messung von Blut, Leukozyten, Eiweiß, Zucker und Nitrit im Urin
. Einfach und schnell zu Hause messen!
Sodbrennen in der Schwangerschaft:
Sodbrennen in der Schwangerschaft entsteht, weil der Uterus – der ja ständig wächst – auf den Magen drückt und der Schließmuskel, der die Speiseröhre abdichten soll, nicht mehr richtig schließt.
So können kleinere oder auch größere Mengen des Speisebreis ( meist noch mit Magensäure ) versetzt, in der Speiseröhre aufsteigen und zu dem unangenehmen Sodbrennen führen.
Meist sind die Beschwerden im Liegen noch schlimmer, da der Speisebrei kaum noch gegen die Schwerkraft ankämpfen muss.
Tipps zur Linderung von Sodbrennen in der Schwangerschaft sind:
- Nehmen Sie mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich – bitte keine großen Mengen!
- Essen Sie wenig scharfe, fettige oder sehr süße Nahrungsmittel
- Auch Kohlensäure ist ein Säurelocker – ebenso Kaffee!
- Legen Sie im Bett mehrere Kissen unter ihren Oberkörper/Kopf ( selbst ausprobieren, was bequem ist). Je höher der Oberkörper liegt, desto geringer werden die Beschwerden ausfallen!
- Kauen Sie Mandeln oder Haselnüsse! Auch Haferflocken oder Milch helfen bei leichteren Beschwerden!
Toxoplasmose:
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die für das Ungeborene gefährlich werden kann – sofern die Mutter noch keine Immunität aufweist.
Hat die Schwangere jedoch schon einmal eine Infektion durchgemacht und sind Antikörper im Blut nachweisbar ( Test macht der Frauenarzt und wird leider nicht mehr von der Krankenkasse übernommen ), so besteht für das Ungeborene keine Gefahr der Schädigung.
Kommt es jedoch zu einer Erstinfektion in der Schwangerschaft, so kann es zu Behinderungen oder auch Fehlgeburten kommen.
Übertragen wird Toxoplasmose meist durch Erde ( keine Gartenarbeit für Frauen ohne Immunität), rohes oder schlecht gegartes Fleisch oder auch durch Katzenkot ( Katzentoilette nur mit Handschuhen reinigen).
Wird bei einer Schwangeren eine Infektion mit Toxoplasmose festgestellt und hatte diese noch keine Immunität dagegen, so kann die Erkrankung mit Antibiotika behandelt werden.
Das Vena-Cava-Syndrom:
Der Uterus kann in den letzten Wochen der Schwangerschaft durch das Gewicht des Kindes sehr schwer werden und dadurch bedingt auf die große Hohlvene – die sogenannte Vena-Cava – drücken.
Als Folge können Schwindelgefühle und Herzstolpern oder auch Herzrasen sein, denn durch das Abdrücken der Vena-Cava kann weniger Blut zum Hirn gelangen und auch der restliche Körper kann minder versorgt werden.
Der Blutdruck sinkt dabei meist stark ab.
Schwindel und Herzrasen sind meist typische Anzeichen für das Vena-Cava-Syndrom.
Kleiner Tipp: Schlafen Sie möglichst auf der linken Seite, denn dadurch wird die Hohlvene, die rechts entlang der Wirbelsäule läuft, wenig belastet!
Hier erfährst Du viele Neuigkeiten und wichtige Informationen zum Thema Schwangerschaft und kannst Dich mit anderen werdenden Müttern über die tolle Zeit der Schwangerschaft und das ” Mama-sein” austauschen!!!
Darfst Du Kaffee trinken? Welche Medikamente sind in der Schwangerschaft erlaubt? Und wie groß ist Dein Kleines bereits? Antworten und Vieles mehr findest Du im kostenlosen Schwangerschafts-Newsletter bei NetMoms.de

Die Venenthrombose:
Das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken, ist besonders hoch für Frauen, die bereits einmal eine Thrombose hatten oder unter Krampfadern zu leiden haben.
Das Gefährliche an einer Thrombose ist die Lungenembolie: Löst sich ein Blutgerinnsel auf, kann es zu einer gefährlichen Embolie kommen!
Der Arzt verordnet bei Bedarf Stützstrümpfe oder verschreibt in schwereren Fällen auch blutverdünnende Medikamente!
Ein leidiges Thema: Verstopfungen in der Schwangerschaft:
Schwangere leiden häufig unter hartnäckigen Verstopfungen – der Grund hierfür ist das Hormon Progesteron, welches die Darmmuskulatur entspannt.
Dadurch wird der Darminhalt wesentlich langsamer transportiert und verweilt somit länger im Körper.
Und dies geschieht nicht ohne Grund: Denn ist der Darminhalt länger im Körper, so können wichtige Inhaltsstoffe wie z.B. Nährstoffe und Mineralien besser aus dem Darminhalt herausgefiltert und vom Körper verwertet werden.
So können Nährstoffe & Co. am Besten für das Ungeborene genutzt werden!
Leider wird bei einer längeren Verweildauer dem Darminhalt auch noch zusätzlich Flüssigkeit entzogen – meist folgt eine hartnäckige Verstopfung.
Die wichtigsten Maßnahmen gegen einen trägen Darm:
- Trinken Sie mindestens 2 – 3 l pro Tag
- Nehmen Sie viele Ballaststoffe ( Müsli, Vollkornbrot, Gemüse und Obst ) zu sich!
- Achten Sie auf ausreichende Bewegung im Alltag
Keinesfalls sollten Sie ohne Rücksprache mit dem Frauenarzt Abführmittel einnehmen!!!