Vom Gewicht über die Herztöne – wichtige Fachbegriffe in der Schwangerschaft / Teil III
Geburtstermin:
Der voraussichtliche Termin der Geburt wird im Mutterpass eingetragen und wird wie folgt berechnet:
Das Datum der letzten Regel plus 7 Tage, davon minus 3 Monate und wiederum plus 1 Jahr. Anschließend wird noch die Anzahl der Tage addiert / abgezogen, um die der Zyklus von dem 28-Tage-Rhythmus abgewichen ist. Hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht!
Der ” voraussichtliche ” Geburtstermin ändert sich meist immer um 7 – 14 Tage!
Gewichtszunahme in der Schwangerschaft:
In der Schwangerschaft gilt generell: Eine gesunde Ernährung mit wenig Süßigkeiten und wenig Fett sind Kalorienbomben vorzuziehen! Kleine Sünden sind natürlich erlaubt…
Dünnere Frauen dürfen in der Schwangerschaft mehr zunehmen, als Frauen mir einem höherem ” Startgewicht”.
Die Norm liegt zwischen 10 und 16 Kilogramm.
Diäten sollten in der Zeit der Schwangerschaft auf jeden Fall Tabu sein – bei plötzlicher hoher Gewichtszunahme sollte der Arzt informiert werden ( siehe auch Gestose / Präeklampsie )
Hämorrhoiden:
Unter Hämorrhoiden leiden relativ viele Frauen während der Schwangerschaft.
Doch keine Angst – sie sind keine schlimme Erkrankung! Unter Hämorrhoiden versteht man nichts anderes als eine besondere Art der Krampfadern im Bereich des Enddarms.
Sie können durch den Druck auf den Enddarm durch den Kopf des Kindes entstehen – hierdurch werden Blutgefäße abgeklemmt und die Durchblutung somit gestört. Aber auch durch das lästige Problem der Verstopfung können Hämorrhoiden entstehen.
Hämorrhoiden – was tun?
Wer unter Hämorrhoiden leidet, sollte auf viel Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr ( mind. 2 – 3 Liter / Tag ) und eine ballaststoffreich Ernährung ( viel Obst, Gemüse, Vollkorn, Müsli ) achten.
Die gute Nachricht ist: Hämorrhoiden verschwinden meist nach der Geburt!
Wer unter ernsthaften Beschwerden leidet, sollte den Arzt/ Frauenarzt auf das Problem ansprechen – dieser kann dann bestimmte Zäpfchen oder auch Salben aufschreiben, die schnell Linderung verschaffen!
Infekte der Harnwege:
In der Zeit der Schwangerschaft ist eine Infektion der ableitenden Harnwege besonders häufig anzutreffen.
Dies kommt durch einen veränderten ph-Wert des Urins – Bakterien und Keime fühlen sich dort jetzt besonders wohl. Aber auch durch einen Urinstau, der besonders häufig in der Schwangerschaft vorkommt, können sich unliebsame Bakterien in der Blase vermehren und zu Infektionen führen.
Deshalb wird bei jedem Besuch beim Frauenarzt eine Urinprobe auf Leukozyten ( weiße Blutkörperchen ) untersucht.
Leukozyten sind fast immer ein Hinweis auf eine Infektion der Blase / ableitenden Harnwege – doch keine Angst: Bei regelmäßigen Kontrollen wird die Infektion erkannt und kann Behandelt werden.
Unbehandelt kann eine solche Infektion allerdings zu vorzeitigen Wehen führen – deshalb gilt: Besonders in der Zeit der Schwangerschaft mindestens 2 – 3 Liter Flüssigkeit am Tag trinken!
Tipp: Mit den COMBUR 5 TEST HC Teststreifen, 10 St können Sie einfach und bequem den Urin zuhause testen. Ideal für den Zeitraum zwischen den Frauenarztterminen!
Ein kleines Wunder: Die Herztöne
Die Herztöne des Ungeborenen zu hören ist noch immer ein kleines Wunder und ist für jede Frau ein besonderes Erlebnis!
Durch die Herztöne kann der Schlagrhythmus des Herzens festgestellt werden. Kurze Unregelmäßigkeiten sind meist kein Grund zur Sorge – schlägt das Herz allerdings über einen längeren Zeitraum zu langsam oder zu schnell, so sollten weitere Untersuchungen erfolgen. Damit kann dann ein Herzfehler oder auch eine Infektion des Fruchtwassers ausgeschlossen werden.
Schlägt das Herz zu langsam, kann ein Mangel an Sauerstoff dafür verantwortlich sein.
