Was tun bei Rhabdomyolyse?
Was versteht man den unter dem Begriff Rhabdomyolyse?
Bei dieser Erkrankung wird die quergestreifte Muskulatur zerstört. Die quergestreifte Muskulatur befindet sich direkt an unserem Skelett, daneben gibt es noch die glatte Muskulatur, welche sich an den Organen und auch in den Blutgefäßen befindet.
Warum wird die quergestreifte Muskulatur zerstört? Gibt es bestimmte Auslöser?
Für die Zerstörung der Muskulatur können viele Ursachen in Frage kommen:
- als Folge von bestimmten Krankheiten
- bei Alkoholabusus
- bei Drogenabusus
- aber auch als Nebenwirkung bestimmter Medikamente
- entzündliche Prozesse
- durch Vergiftungen
- und auch durch mechanische ( z.B. Überlastung / Fehlbelastung ) Ursachen
Wie macht sich diese Muskelzerstörung bemerkbar?
Ganz typisch sind länger andauernde Muskelschmerzen, ähnlich einem Muskelkater; aber auch eine Schwäche der Muskulatur kann auf eine Erkrankung hinweisen.
Eine wesentliche Schädigung kann auch die Nieren betreffen: Hier kann es durch freigesetztes Myoglobin ( ein bestimmtes Protein ) zu starken Nierenschäden kommen.
Wie kann der Arzt die Erkrankung erkennen?
Sind bei einer Blutuntersuchung bestimmte Enzyme besonders erhöht oder befinden sich bereits Kreatinkinase, Laktatdehydrogenase oder gar Myoglobin ( Abbauprodukte vom Muskel ) frei im Körper, so ist eine Diagnose meist nicht mehr allzu schwer.
Auch eine bräunliche Färbung des Urins kann auf einen erhöhten Muskelabbau hinweisen – durch die Abbauprodukte wiederum können die Nieren geschädigt werden, da sie diese Stoffe schlecht filtern können und es kann zum akuten Nierenversagen kommen.
Achtung: Wer viel oder intensiven Sport treibt, kann durch leichte Schäden der Muskulatur ebenfalls erhöhte Kreatinkinasen im Blut haben. Auch ein Herzinfarkt führt zu erhöhten Werten, ebenso Injektionen, die in den Muskel erfolgen. Dies sollte stets bei einer Diagnose beachtet werden!!!
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Klinische Elektromyographie: Kompendium der neurophysiologischen Diagnostik von Nerv- und Muskelerkrankungen

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