Immer wieder liest man in den Zeitungen Sätze wie: Mein Kind leidet unter ADHS oder: mein Kind ist ein Zappelphilipp. Was aber genau versteht man unter dem Begriff ADHS ?

Unter der Abkürzung ADHS stecken die Wörter Aufmerksamkeits – Defizit – Hyperaktivitäts – Syndrom.
Hypermotorisch oder auch hyperaktiv werden heutzutage Kinder bezeichnet, deren Verhalten aus der Rolle fällt. Die so genannten ADHS – Kinder leiden unter Aufmerksamkeitsstörungen, motorischer Unruhe ( Kind, immer musst du rumzappeln ) und Impulsivität. Um die Diagnose ADHS aber stellen zu können, müssen die Symptome über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten andauern.

ADHS zählt in den westlichen Industrienationen zu der Art neuro kognitiven Störungen, die am häufigsten vorkommt. Experten gehen davon aus, dass bis zu 20 Prozent der Kinder im Schulalter an ADHS leiden. Studien belegen, dass mehr Jungen als Mädchen an ADHS erkranken, ebenso sind die unteren sozialen Schichten häufiger betroffen als gut situierte Schichten.

Die ” Zappelphilipp ” – Kinder fallen immer wieder durch Konzentrationsschwäche in der Schule ( schlechte Noten ), impulsives Verhalten und sozialen Störungen im Freundeskreis auf. Oftmals ist das ADHS – Kind irgendwann ohne Freunde, da es sehr impulsiv und häufig auch aggressiv reagiert.

Eltern fragen sich oft: Warum hat ausgerechnet mein Kind diese Erkrankung? Habe ich bei der Erziehung etwas falsch gemacht ? Die Antwort lautet natürlich NEIN!!!

Wie ADHS entsteht, ist noch immer nicht genau geklärt. Anzunehmen ist aber, dass es genetisch bedingt sein kann und dass der Energiestoffwechsel sowie die Neurotransmitterfunktionen im Gehirn gestört sind. Ein Zuviel an Dopamin-Rücktransportern im synaptischen Spalt wird dafür verantwortlich gemacht. Diese sorgen dafür, dass das Dopamin seine eigentliche Wirkung an den Rezeptoren nicht erfüllen kann. Auch können diese Art von Verhaltensstörungen auf frühe Schädigungen des Gehirns zurückzuführen sein, wie z.B. Infektionen, Umweltgifte, Schilddrüsenerkrankungen und eine Störung des Autoimmunsystems.
Auch ein Mangel an diversen Mikronährstoffen ist nicht auszuschließen. Magnesium, Zink und Omega – 3 – Fettsäuren und Vitamine der B – Gruppe, Jod und Selen spielen eine wichtige Rolle in der Entstehung der Erkrankung.
Als ” das Mittel der Wahl ” setzen die Ärzte das so genannte ” Methylphenidat ” ein, welches ein Psychostimulans aus der Gruppe der Amphetamine ist. Methylphenidat trägt dafür Sorge, dass Dopamin und Noradrenalin aus dem Gehirn freigesetzt wird. In den letzten Jahren wurde ein sehr starker Anstieg der Verschreibungen des Mittels verzeichnet. Methylphenidat ist als ein Betäubungsmittel eingestuft und der Arzt braucht ein spezielles Rezept, um es verschreiben zu können.
Da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente reagiert, können die Nebenwirkungen gravierend sein – müssen aber nicht. Sie reichen von Magenschmerzen und Übelkeit über Wachstumsverzögerungen und Appetitlosigkeit, Entzündungen der Haut, vermehrtem Schwitzen bis zur Nervosität, Schlaflosigkeit und Depression. Auch wurde in letzter Zeit vermehrt über Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen berichtet. Auch Migräne kann eine Nebenwirkung des Mittels sein.

Können Mikronährstoffe mein Kind von ADHS befreien ?

Wenn das Kind unter ADHS leidet, sollte es auf jeden Fall unter ärztlicher Kontrolle behandelt werden. Unterstützend sollte der Patient aber auch Mikronährstoffe zu sich nehmen, da diese eine sehr wichtige Rolle in der Entwicklungsphase spielen. Sowohl die intellektuelle als auch die körperliche Entwicklung des Kindes können ungemein von der Zufuhr verschiedener Mineralien, Vitamine und Spurenelemente profitieren. Das Gehirn braucht sie z. B. für die Entwicklung und Reifung ( Bildung der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin ), aber auch das Immunsystem und das Hormonsystem ist auf Vitamine & Co. angewiesen.
Gedächtnisstörungen, Nervosität und dauernde motorische Unruhe können ein Anzeichen für einen Mangel an Mikronährstoffen sein, unter denen ADHS – Kinder besonders oft leiden. Die kleinen Patienten sollte sehr wenig Fleisch, wenig Süßigkeiten und auch selten Cola zu sich nehmen, da diese Lebensmittel das Säure – Basengleichgewicht zu Ungunsten des Kindes verschieben können – was wiederum die Erregbarkeit des Nervensystems steigern kann. Viel Vollkorn und Gemüse sind bei der Ernährung das A und O.

Wichtige Mikronährstoffe sind: L – Carnitin, Vitamin B1, B2, B6 und B12, Folsäure, Magnesium, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Eisen sowie Vitamin E. In Orthomol Junior finden sich z.B. viele der Vitamine, Spurenelemente und Mineralien, die in extra für Kinder abgestimmten Mengen vorhanden sind.

Zink ( z.B. in Centrum Junior ) wirkt, indem es den Stoffwechsel von Noradrenalin und Dopamin reguliert. Eine erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität ist häufig ein Anzeichen für einen Mangel an Zink.

Konzentrationsschwäche, eine hohe Stressempfindlichkeit, leichte Erregbarkeit und Muskelkrämpfe weisen auf einen Magnesiummangel hin. Eine regelmäßige Einnahme von Magnesium ( 4 – 7 mg / kg Körpergewicht bei Kindern ) wird empfohlen. Da Kinder bekanntlicherweise ungern Tabletten schlucken, eignen sich die Sticks von Biolectra Magnesium Direct hervorragend, um eine gute Magnesiumversorgung sicher zustellen.
Omega – 3 -Fettsäuren sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Verhalten und Leistungsfähigkeit werden durch Docosahexaensäure ( DHA ) und Eicosapentaensäure ( EPA ) gesteuert.
Diese Fettsäuren werden vom Körper in hormonähnliche Stoffe umgewandelt, welche wiederum wichtige Mitspieler im Bereich des Zentralen Nervensystems ( ZNS ) sind. Diverse Entwicklungsstörungen, psychiatrische Erkrankungen und sogar die Lese – und Rechtschreibschwäche können ungünstig durch einen Mangel an den Fettsäuren beeinflusst werden.

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