m>Kurzübersicht:

Eine Infektion mit Haemophilus Influenzae B ist eine sehr schwerwiegende Infektion im Kindesalter ( meist in den ersten 7 Lebensjahren ). Die Infektion ist auf Bakterien zurückzuführen und kommt nur bei den Menschen vor. Die Erreger sitzen hauptsächlich auf den Schleimhäuten der Atemwege.
Am häufigsten tritt die Erkrankung in den ersten beiden Lebensjahren vor, meist aber erkranken Säuglinge in den ersten 6 Lebensmonaten.

Die Infektion kann zu schweren Störungen des zentralen Nervensystems ( ZNS ) führen und bleibende Schäden hinterlassen, wie z.B. : Blindheit, Sprachstörungen, Probleme mit dem Gehör ( Taubheit ), geistige Behinderung oder bestimmte Anfallsleiden. Auch eine Kehlkopfentzündung, die am Anfang dem Pseudokrupp ähnelt, ist gefürchtet.
Häufige Todesfälle sind bekannt.

Wie kann ich mich infizieren?

Eine Infektion mit Hib erfolgt in fast allen Fällen über die Tröpfcheninfektion, d.h. durch Anhusten oder Anniesen kann die Krankheit übertragen werden.

Wer sollte geimpft sein?

Da Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet sind, sollte eine Impfung im frühsten Säuglingsalter erfolgen!
Impfdaten:

Die erste Impfung sollte nach der Vollendung des zweiten Lebensmonats durchgeführt werden. Insgesamt sind es drei bis vier Impfungen, wobei der zeitliche Abstand auch nur vier Wochen betragen kann.

Säuglinge sollten mit 2 Monaten, 4 Monaten und anschließend mit 11 – 14 Monaten gegen Haemophilus influenzae geimpft werden.
Wird nicht gleich im Säuglingsalter geimpft, ist eine einmalige Impfung im Alter von 12 – 16 Monaten ausreichend. Ist das Kind älter als vier Jahre und noch nicht gegen Hib geimpft, so sollte nur noch in besonderen Ausnahmefällen nachgeimpft werden.

Die Inkubationszeit beträgt ca. 2- 6 Tage, danach treten erst folgende Symptome auf:

  • Fieber
  • Entzündungen des Nasen-Rachenraums
  • Mittelohrentzündungen
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Lungenentzündung
  • Hirnhautentzündung
  • Entzündungen des Kehlkopfes
  • Erstickungsanfälle
  • Blutvergiftung ( Sepsis )

Ein relativ hohes Infektionsrisiko besteht bei Kleinkindern mit eingeschränktem Immunsystem sowie bei entfernter oder schlecht arbeitender Milz.

Nebenwirkungen der Hib-Impfung können sein:

- Schwellungen oder Rötungen sowie Schmerzen an der Einstichstelle
- Fieber
- allgemeines Unwohlsein

Weitere Informationen zu Haemophilus influenzae Typ b / Hib:

- das Bakterium ist außerhalb von Schleimhäuten nur kurz lebensfähig
- Hib leben nur in/ auf den Schleimhäuten des Menschen
- Hib ist häufig mitverantwortlich für die gefährliche Hirnhautentzündung bei Kindern
- Hib gehören zur Gruppe der gramnegativen Bakterien
- ist ein Kind einmal an Hib erkrankt, erfolgt sehr selten eine zweite Erkrankung mit Hib in den ersten 2 Lebensjahren

Share