Läuse haben mit mangelnder Hygiene nichts zu tun – eher mit einem zu engen Kontakt der Haarschöpfe, z.B. in den Kindergärten und Schulen.
Läuse verbreiten sich von Kopf zu Kopf, das geschieht ganz schnell beim Spielen und Toben.
Am häufigsten sind die Sechs-bis Elfjährigen von den ungebetenen Gästen betroffen – Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene eher selten.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist der, dass Läuse springen – das tun sie aber nicht! Läuse haben spezielle Klammerbeine, mit denen sie sich perfekt an die einzelnen Haare anheften können – und das geschieht nur bei engem “Kopf-und Haarkontakt”. Sie krabbeln sozusagen von einem Haarschopf auf den anderen.
Eine gemeinsame Benutzung von von Mützen und Bürsten, Schals oder Bettwäsche ( Kopfkissenbezüge ) oder auch Handtüchern kann ebenfalls zu einer Übertragung von Läusen führen – dieser Ansteckungsweg kommt aber relativ selten vor, da sich Läuse – für längere Zeit – nur auf menschlichen Köpfen wohlfühlen und vermehren können.
In Deutschland werden durch Läuse ( noch ) keine besonderen Krankheiten übertragen – allerdings kann es zu Superinfektionen der Kopfhaut kommen, wenn während eines Lausbefalls der auftretende Juckreiz mit den Fingernägeln bekämpft wird. Der durch das Speichelsekret der Laus entstandene Juckreiz kann so stark sein, dass die Kopfhaut blutig gekratzt wird. Dann haben natürlich andere Bakterien und Erreger ein leichtes Spiel, weitere Entzündungen hervor zurufen.
Läuse und Nissen findet man vor allem an Bereichen des Kopfes, wo die Haut besonders gut durchblutet und deshalb schön warm und feucht ist: hinter den Ohren und im Nacken. Auch an den Augenbrauen sind die kleinen Biester häufig zu finden.
Besteht nun der Verdacht auf einen Lausbefall, so empfiehlt es sich, die Haare mit einem Conditioner ( Haarpflegespülung ) zu waschen und dann, Strähne für Strähne das Haar sorgfältig mit einem NISSENKAMM zu durchkämmen.
Findet man Nissen und Läuse, kann man mit verschiedenen Mitteln aus der Apotheke gut gegen die ungebetenen Gäste ankämpfen. Hier eignen sich besonders verschiedene Öle, die die Atmungsorgane der Läuse verkleben; auch Dimeticon oder Pyrethrumextrakt sowie Permethrin werden mit guter Wirkung in der Behandlung der Kopflaus eingesetzt.
Wichtig bei den Mitteln ist die korrekte und wiederholte Anwendung der Präparate!

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