Pfeiffer´sches Drüsenfieber / Epstein-Barr-Virus
Mit dem Erreger des Pfeiffer´schen Drüsenfiebers infiziert sich fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens. Allerdings kommt es nur bei den wenigsten zu einem wirklichen Ausbruch der Krankheit und zu den typischen Beschwerden.
Wie kann ich mich mit dem Erreger des Pfeiffer´schen Drüsenfiebers infizieren?
Der Erreger des Pfeiffer´schen Drüsenfiebers ist der sogenannte Epstein-Barr-Virus, der bevorzugt am menschlichen Speichel haftet und sich von dort aus über die Tröpfcheninfektion verbreitet – also auch durch Küssen oder durch Anhusten/Anniesen. So kann sich praktisch jeder mit dem Virus anstecken; nach einer Infektion erhält man als “Dankeschön” eine lebenslange Immunität.
Kinder erleben eine Infektion meist ohne es je zu bemerken – bei Erwachsenen hingegen sieht es schon wieder anders aus: Meist treten Beschwerden wie Mandelentzündungen, über Monate hinweg geschwollene Lymphknoten sowie Fieber auf. Auch ein allgemeines Unwohlsein tritt auf, man fühlt sich schlapp und kränklich – das Virus befällt meist das komplette Lymphsystem, sorgt für viele Entzündungsherde im gesamten Körper und lässt vor allem Milz und Leber anschwellen.
Wie verläuft die Krankheit?
Das Unwohlsein und die typischen Symptome halten ein paar Tage bis hin zu 1 – 2 Wochen an, in dieser Zeit fühlt man sich richtig krank – ähnlich einem grippalen Infekt. Auch ein langanhaltendes Schwächegefühl sowie dauernde Müdigkeit schließen sich der Erkrankung an.
Bei Menschen mit einem stark geschwächtem Immunsystem wie bei Erkrankungen mit HIV oder auch Menschen mit transplantierten Organen kann das Pfeiffer´sche Drüsenfieber sich allerdings über Jahre im Lymphsystem aufhalten und immer wieder zu erneuten Entzündungen führen.
Die Erkrankung mit dem Epstein-Barr-Virus kann man kaum mit Medikamenten entgegenwirken – bei starken Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel verabreicht werden. Sonst hilft nur Bettruhe und keine körperliche Anstrengung.
Das Epstein-Barr-Virus ist mitverantwortlich für verschiedene Krebsarten – wie zum Beispiel das Hodgkin-Lymphom oder auch das Nasopharynx-Karzinom.
Eine Impfung ist zur Zeit noch nicht auf dem Markt.
Für alle Wissensdurstigen, die sich schon immer mal über das Lymphsystem informieren wollten:
Lehrtafel “Das Lymphsystem”

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