Gicht
Unter der Bezeichnung Gicht versteht man eine Stoffwechselerkrankung, die in Schüben verlaufen und immer wieder kehren kann.
Bei der Erkrankung ist der Harnsäurespiegel zu hoch und die Kristalle der Harnsäure können sich – bei mangelnder Behandlung – in den verschiedenen Gelenken sowie im Gewebe ablagern und dort die Knochen und Knorpel schädigen und negativ verändern. Wird die Gicht nicht behandelt, kann es zu massiven Schäden der Nieren kommen.
1. Wie macht sich ein Gichtanfall bemerkbar?
Plötzlich auftretende, starke Schmerzen in einem Gelenk – bevorzugt der große Zeh oder ein Fingergelenk – sowie heftigste Schmerzen bei Berührung.
Die befallene Stelle ist stark geschwollen, gerötet und sehr warm ( typische Entzündungsreaktion ).
Zusätzlich können ein allgemeines Unwohlsein, Fieber und Kopfschmerzen auftreten. Der Arzt kann im Blutbild dann die erhöhten Harnsäurewerte ( im Akutstadium jedoch oft nicht vorhanden ) feststellen.
Wird ein akuter Gichtanfall nicht behandelt, so heilt er nach 3 – 5 Tagen von alleine wieder ab. Allerdings kann die Dauer der Anfälle im Krankheitsverlauf zunehmen, d.h. die Gichtanfälle dauern immer länger an.
2.Was kann schlimmstenfalls passieren?
Treten die Gichtanfälle häufiger auf und werden sie nicht behandelt, so kann sich der Akutfall in eine chronische Erkrankung verwandeln und es ensteht eine chronische Arthritis. Die befallene Gelenke werden zerstört und die Folgen sind häufigere und stärkere Schmerzattacken. Die Harnsäurekristalle lagern sich immer mehr ab, die Gelenke verändern ihre Form und schmerzen, Nierensteine können entstehen und die Nieren werden im Laufe der Zeit so stark in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, dass es zum akuten Nierenversagen kommen kann.
3. Warum bekommt man einen Gichtanfall?
In den meisten Fällen geht einer Gichterkrankung eine Störung der Nierenfunktion voraus.
Allerdings kann auch eine sehr purinreiche Ernährung oder ein ( auch nur einmaliger ) starker Alkoholkonsum dafür verantwortlich sein.
Aber auch ein Diabetes mellitus ( Schädigung der Blutgefäße u.a. der Nieren durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel ) oder eine Störung des Purinstoffwechsels können vorliegen.
4. Was kann der Arzt bei der Blutuntersuchung feststellen?
Ein zu hoher Harnsäurespiegel kann im Blut nachgewiesen werden.
Allerdings kann der Blutspiegel – je nach Art der Nahrungsaufnahme – sehr schnell schwanken, so dass bei der Blutabnahme der Harnsäurespiegel schon lange wieder im Normalbereich liegen kann.
Folglich sind mehrere Tests nötig, um eine dauerhafte Erhöhung des Harnsäurespiegels festzustellen.
Typisch auffällige Laborwerte sind:
- ein Anstieg der Leukozyten
- eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit
- ein Harnsäureanstieg auf mehr als 6,5 mg/dl
Doch wie immer gibt es auch bei der Gicht Ausnahmen: So muss nicht jeder, der erhöhte Harnsäurewerte hat, gleich einen Gichtanfall erleiden. Auf der anderen Seite kann aber auch ein Patient mit Normwerten einen Gichtanfall bekommen.
5. Was kann man gegen die Gicht tun?
Als erstes gilt es, die Ernährung umzustellen. Eine purinarme Ernährung ist sehr wichtig zum Schutz vor einem neuen Gichtanfall.
Purinarme Lebensmittel sind z.B.:
- Kartoffeln
-Äpfel
-Vollkornbrot
-Weißbrot
-Kürbis
-Ei
-Milch
-Joghurt
Purinreiche Lebensmittel hingegen sind z.B.:
- alle Innereien von Tieren ( Niere, Leber, Kernfleisch, Kalbsbries..)
-Grillhähnchen
-Forelle
-Hering
-Hülsenfrüchte
-Erdnüsse
-Muskelfleisch
-Bier!!!
Hilft eine alleinige Ernährungsumstellung nicht oder liegt ein akuter Gichtanfall vor, so kann der Arzt bestimmte Medikamente verschreiben, die gegen die Schmerzen und Entzündung sowie die erhöhte Harnsäure wirken!
Hier kommen z.B. folgende Medikamente in Frage:
-NSAR wie Diclofenac
-Cortison
- selten Colchicin
- Urikosurika
-Urikostatika
Mehr gute Tipps und Informationen erhalten Sie in folgenden Büchern:
Harnsäurewerte. Gesundheits-Kompass
Zusatztipp:
Mit dem Vollmers grüner Hafertee N unterstützen Sie Ihre Nierentätigkeit und dadurch die Ausscheidung von Harnsäure. Als Begleittherapie zur Ernährungsumstellung sehr empfehlenswert!

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