Ungefähr jeder dritte Bundesbürger hat eine krankhafte Veränderung der Schilddrüse – oft ohne es überhaupt zu wissen!

Erkrankungen der Schilddrüse:

Der Kropf / Struma:

Unter einem Kropf ( auch Struma genannt ) versteht man eine Vergrößerung der Schilddrüse, diese vergrößerte Drüse ist häufig auch nach außen sicht- und tastbar.
Meist ist die Entstehung eines Kropfes auf einen Jodmangel zurückzuführen. allerdings können auch andere Erkrankungen einen Kropf auslösen. Dazu gehören u.a. :

  • Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis oder auch eine Schilddrüsenautonomie ( Teile der Schilddrüse verändern sich ). Allerdings können auch Zysten, Krebs oder bestimmte Medikamente sowie diverse Entzündungen einen Kropf auslösen.

Bleibt ein Kropf lange Zeit unbehandelt, so können heiße oder kalte Knoten entstehen. Die heißen Knoten, die auch als ” autonome Adenome ” bezeichnet werden, sind Gewebeveränderungen, die unkontrolliert Hormone ausschütten. Die kalten Knoten hingegen sind Gewebeveränderungen ohne jegliche Funktion.

Die Schilddrüsenüberfunktion / Hyperthyreose:

Bei der Schilddrüsenüberfunktion werden zu viele Hormone von der Drüse produziert, so dass im Körper ein Überangebot von Hormonen vorliegt und es zu diversen Krankheitsbeschwerden wie Verlust des Körpergewichts, vermehrtes Schwitzen, Haarverlust, Nervosität, Schlafstörungen und Durchfall kommen kann. Bei Frauen kann es sogar zu sehr starken Zyklusstörungen kommen.

Morbus Basedow:

Das Krankheitsbild Morbus Basedow kann eine weitere Ursache einer Hyperthyreose sein. Bei dieser Erkrankung liegt neben einer vergrößerten Schilddrüse ein stark beschleunigter Puls sowie die typisch hervorstehenden Augäpfel des Patienten vor. Morbus Basedow fällt unter die Kategorie Autoimmunerkrankung – ein Auslöser dafür kann Stress oder eine extrem hohe Jodzufuhr sein.
Die Erkrankung kommt bei Frauen viel häufiger als bei Männern vor und zeigt sich meist zwischen dem 35-45. Lebensjahr.

Die Schilddrüsenunterfunktion / Hypothyreose:

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse werden kaum noch Hormone freigesetzt, der geplagte Mensch friert sehr schnell, leidet unter starker Müdigkeit, wirkt niedergeschlagen und häufig auch depressiv. Man nimmt sehr leicht an Gewicht zu, leidet unter Verstopfungen sowie einem schlechten Hautbild sowie brüchigen Nägeln.
Hier wird unterschieden zwischen einer primären Hypothyreose und einer sekundären Hypothyreose. Bei der primären H. ist die Funktion der Schilddrüse an sich gestört ist – diese Form der Schilddrüsenerkrankung ist häufig angeboren, wird aber bei Neugeborenen aufgrund der heutigen medizinischen Versorgung sofort erkannt und behandelt.
Bei der sekundären H. liegt meist eine Störung der Funktion der Hypophyse oder des Hypothalamus vor.
Die Therapie einer Hypothyreose liegt in der meist lebenslangen Gabe von L -Thyroxin sowie einer geregelten Jodzufuhr.

Hashimoto-Thyreoiditis:

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die sich in einer vergrößerten Schilddrüse äußert und die Symptome einer Unterfunktion zeigt.
Die Erkrankung wird mit L-Thyroxin therapiert – Jod sollte hier nicht gegeben werden, da sich dies negativ auf die Autoimmunerkrankung auswirken kann.

Weitere Tipps und Infos zum Thema Schilddrüse finden Sie in diesen Büchern:


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