Ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus kann die Lebensqualität deutlich vermindern und die Lebensdauer um ganze 5 – 8 Jahre verkürzen.
Deshalb ist ein gut eingestellter Diabetes und ein niedriger HbA1c-Wert unter 6,0 anzustreben, um mögliche Folgeschäden an Nerven und Gefäßen vorzubeugen. Auch einer Verschlechterung des Augenlichtes bzw. Blindheit sowie Amputationen schlecht durchbluteter Extremitäten kann mit einem gut eingestelltem Diabetes mellitus vorgebeut werden.

Nervenschäden, auch unter dem Begriff Neuropathien bekannt, werden durch eine Minderdurchblutung der kleinsten Gefäße verursacht.
Diese Verminderung der Durchblutung ist häufig auf Ablagerungen in den Blutgefäßen und somit letztendlich auf erhöhte Blutfettwerte ( -> Metabolisches Syndrom ) zurückzuführen.
Auch Störungen des sogenannten neuronalen Stoffwechsels ( entzündliche Erkrankungen der Myelinscheiden der Neuronen ) können mitunter die schmerzhaften Nervenschäden auslösen.

Wie machen sich nun die Schädigungen der Nerven bemerkbar?
Meist sind die Symptome sensorischer Art, d.h. die Füße oder Hände schlafen ein und kribbeln ( Ameisenlaufen ).
Ebenso können Taubheitsgefühle der Extremitäten oder auch teilweise extrem schmerzhafte Wadenkrämpfe auftreten. Hier kann Magnesium Verla 300 sehr gut gegen die krampfartigen Anfälle helfen! Stärkere Mittel bekommen Sie in Ihrer Apotheke ( Chininsulfat ).

Der Anteil der motorischen Störungen ist weitaus geringer – kommt jedoch zunehmend häufiger vor. Die zum Teil feinmotorischen Störungen können sich in Form von Schwäche verschiedener Muskelgruppen oder Lähmungen ganzer Extremitäten bemerkbar machen. Durchfall oder Verstopfungen, eine verzögerte Magenentleerung bis hin zum Schwindel oder Herzrhythmusstörungen können Anzeichen für eine Schädigung des autonomen Nervensystems sein. Bei Männern kann es zur Impotenz kommen.( ->aktiver Mann ).
Trockene Haut, Ekzeme sowie schmerzhafte Entzündungen der Haut können eine große Belastung für Diabetiker darstellen. Denn ist die Haut sehr trocken und wird nicht entsprechend gepflegt, können Keime und Bakterien eindringen und für Infektionen und schlecht heilende Wunden sorgen.
Durch die meist verminderte Durchblutung wächst hier die Gefahr eines Ulcus cruris ( offenes Bein ). Dies kann mit einer Amputation enden.

Außerdem erleiden Diabetiker – bedingt durch Mikro- und Makroangiopathien ( Arteriosklerose ) häufiger einen Schlaganfall als Nichtdiabetiker.
Auch Herzinfarkte und Gefäßverschlüsse ( Claudicatio intermittens / Schaufensterkrankheit ) sowie Niereninsuffizienz mit folgender Dialyse sowie Schädigungen der Augennetzhaut mit verminderter Sehleistung – und bei extremer Verschlechterung – Erblindung, sind bei Menschen mit der Diagnose Diabetes mellitus häufig vorhanden.

Ein Diabetiker sollte deshalb stets auf gute Blutzuckerwerte und einen niedrigen HbA1c-Wert, ausreichend Bewegung sowie auf regelmäßige Vorsorge achten!

Share