Was tun bei Diabetes mellitus ?
In Deutschland leben derzeit etwa 5 – 6 Millionen Diabetiker – die Dunkelziffer liegt allerdings weitaus höher, denn viele Menschen wissen gar nicht, dass ihr Blutzuckerspiegel permanent zu hoch ist.
Aus diesem Grund sollten angebotene Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden – ein nicht behandelter Diabetes kann gravierende Folgen für den Betroffenen haben.
Der Diabetes mellitus – auch als honigsüßer Durchfluss bekannt – wird in 2 Typen unterteilt – den Diabetes mellitus Typ 1 und den Diabetes mellitus Typ 2. Zusätzlich gibt es zum Typ 1 und Typ 2 noch Untertypen:
- Diabetes mellitus Typ 1: – a) wahrscheinlich durch eine Virusinfektion bedingte Autoimmunerkrankung
- b) oder typbedingt / idiopathisch ( die eigentliche Ursache der Erkrankung ist unbekannt
- Diabetes mellitus Typ 2: – a) keine Fettleibigkeit oder Übergewicht vorhanden
- b) durch Fettleibigkeit oder Übergewicht bedingt
Diabetes mellitus Typ 1:
Bei dem Diabetes mellitus Typ 1 werden die Beta-Zellen der Langerhans – Inseln der Bauchspeicheldrüse nach und nach komplett zerstört. Die Ursache liegt wahrscheinlich in einer Virusinfektion, die die Autoimmunerkrankung Diabetes nach sich zieht. Letztendlich ist der Mensch vollständig auf eine dauernde Insulinzufuhr angewiesen.
Etwa 6-12 Prozent aller Diabetiker leiden an dieser Form des Diabetes, meist tritt die Erkrankung im jugendlichen Alter auf; seltener im fortgeschrittenem Alter.
Das Körpergewicht spielt hier kaum eine Rolle, meist sind die Erkrankten sehr schlank oder haben Normalgewicht.
Die klassischen Symptome eines Diabetes mellitus Typ 1 sind unter anderem häufiger Harndrang in Verbindung mit sehr großem Durstgefühl, Übelkeit mit Erbrechen, Mattigkeit, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, ein schwaches Immunsystem sowie Gewichtsverlust. Typisch ist auch der acetonartige Atemgeruch sowie eine häufigeres Auftreten von Bewusstlosigkeit.
Diabetes mellitus Typ 2:
Beim Typ 2 Diabetiker kann das körpereigene Insulin an seinem Zielort nicht mehr richtig wirken. In jungen Jahren können meist noch genügend Insulinmengen ausgeschüttet werden und so einen Diabetes verschleiern. Doch in den mittleren Lebensjahren lässt die Produktion nach und der Diabetes wird offensichtlich.
Die Ursachen einer Erkrankung liegen hier oft in einem zu hohen Körpergewicht; die insulinproduzierenden Zellen arbeiten immer weniger – durch den deutlich erhöhten Blutzuckerspiegel muss immer mehr Insulin produziert werden, so dass sich die Beta-Zellen nach und nach erschöpfen.
Ca. 85 – 90 Prozent der Diabetiker leiden am Typ 2.
Gestationsdiabetes:
Neben dem Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 gibt es noch den Gestationsdiabetes. Der auch als Schwangerschaftsdiabetes bekannte Typ tritt erstmals in einer Schwangerschaft auf und bleibt mit 40 – 50 -prozentiger Wahrscheinlichkeit auch nach einer Geburt bestehen.
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