Die als ” frozen shoulder ” bekannte Folgeerkrankung bei Diabetes ist gar nicht so selten – aber leider relativ unbekannt.

Ungefähr jeder vierte Diabetiker erkrankt im Laufe seines Lebens einmal an der ” frozen shoulder “, die sich in Schmerzen und Steifheit der Schulter äußert. Die Erkrankung wird in drei Stadien unterteilt:

  1. Plötzliche Schmerzen in der Schulter ( durch eine Entzündung ), die mit der Zeit immer stärker werden; nachts und in Ruhe sind die Beschwerden stärker als in Bewegung
  2. Das Schultergelenk wird steif, dafür lassen die Schmerzen etwas nach
  3. In der letzten Phase lassen die Beschwerden nach, nach ein bis zwei Jahren ist die ” frozen shoulder ” wieder verschwunden.

Was sich bei der Erkrankung ganz genau im Gewebe abspielt, ist noch nicht erforscht – man nimmt aber an, dass sich Zuckermoleküle an die Fasern des Bindegewebes klammern und diese mit der Zeit verkleben. Ebenso können auch Durchblutungsstörungen und Entzündungen die Krankheit hervorrufen.

Der ” frozen shoulder ” kann man mit Physiotherapie entgegenwirken; je mehr Bewegung in ein Gelenk gebracht wird, umso besser ist die Durchblutung und je weniger kann das Bindegewebe verkleben und steif werden.
Ebenso kann man mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln die Symptome lindern – hilft gar nichts gegen die Schmerzen, kann eine Operation Linderung bringen.
Hat man die Erkrankung mit der einen Schulter einmal durchgemacht, besteht allerdings ein Risiko von bis zu 30 Prozent, dass die andere Schulter auch ” befallen ” wird.

Mehr zum Thema finden Sie hier:
Aktiv gegen den Schulterschmerz / frozen shoulder

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