Eine Makuladegeneration tritt häufig bei Menschen höheren Alters auf – zwischen 60 und 70 gehört diese Art der Erkrankung zu den häufigsten Augenerkrankungen.
Bei der Degeneration der Makula sehen die betroffenen Erkrankten alles nur noch recht unscharf und verschwommen, Farben werden weniger intensiv wahrgenommen und im weiteren Verlauf der Krankheit bleibt häufig nur noch ein milchig-grauer Fleck an der Stelle des schärfsten Sehens.

Wie kommt es aber zu dieser Augenkrankheit?
Die Makula ist die Stelle im Auge, wo viele verschiedene Stoffwechselprozesse ablaufen. Normalerweise werden die zahlreiche Abbauprodukte, die bei der Arbeit des Stoffwechsels anfallen, leicht vom Pigmentepithel abgebaut und entsorgt. Allerdings wird diese interne Entsorgung von anfallenden Stoffwechselprodukten mit dem Alter immer schlechter, der Zellmüll kann nicht mehr richtig abtransportiert werden und sammelt sich in der Makula an – so entsteht die Augenerkrankung Makuladegeneration.

Trockene oder feuchte Makuladegeneration?
Bei der trockenen Makuladegeneration kann der Augenarzt als erste Vorzeichen kleine punktförmige Ablagerungen auf dem Augenhintergrund erkennen. Bei dieser Art der Erkrankung kann die Qualität des Sehens noch über einen langen Zeitraum hinweg gut sein und der Betroffene merkt – sofern er keinen Augenarzt aufsucht – noch nichts von der Schädigung seiner Augen.
Bei der feuchten Makuladegeneration hingegen kann die Erkrankung auch relativ schnell fortschreiten. Sie ist die seltenere aber auch gefährlichere Form der Augenerkrankung.
Durch die punktförmigen Ablagerungen kommt es zu einer Minderversorgung der Netzhaut. Durch bestimmte Botenstoffe kommt es zur Neubildung vieler kleiner Blutgefäße unter der Netzhaut der Augen. Da diese neuen Gefäße aber nicht sonderlich ” dicht ” sind, kann Flüssigkeit austreten und sich vor allem unter der Augennetzhaut ansammeln. Durch diese vermehrte Flüssigkeitsansammlung wird die schärfste Stelle des Sehens im Auge dicker und schwillt an – die Folge ist das Absterben der Sehzellen.

Was kann man gegen die Augenerkrankung tun?
Bei der feuchten und gefährlicheren Form der Makuladegeneration können Spritzen direkt ins Auge für eine Verbesserung sorgen. Die Spritzen enthalten Wirkstoffe, die die neuen und meist porösen Blutgefäße etwas abdichten können und somit den Austritt von Flüssigkeit unter die Netzhaut vermindern.
Eventuell kann auch eine Behandlung mit Laser gewisse Erfolge erzielen.
Bei der trockenen Variante hingegen kann man nur vorbeugend etwas tun. Therapien gibt es – bislang – noch nicht.
Wichtig ist die Gabe von Antioxidanzien, die viele Vitamine und Mineralstoffe sowie Lutein enthalten.
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